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Tino
Arnautovic - Hollywood? Nein danke!
Wir befinden
uns in einem Großraum- Krankenkassen- Versicherungsbüro
irgendwo am Mittelrhein. Wie in einer Legebatterie steht
Schreibtisch an Schreibtisch in Reih' und Glied. Genervte
und gelangweilte Gesichter bei der gesamten Belegschaft.
Eine stupide Geräuschkulisse aus klingelnden Telefonen,
surrenden Druckernadeln und murmelnden Stimmen. Ab und
an erhebt sich schon mal eine aggressive Stimme mit
Sätzen wie:"Nein wir zahlen ihre Brustvergrößerung
nicht, nur weil sie im Pornogeschäft tätig
sind!'' Oder:"Nur weil sie Alzheimer haben,
übernehmen wir nicht die Kosten für ihre Tätowierung
auf dem Arm. Seinen Namen und Adresse kann man auch
auf einem Zettel mit sich führen!'' Nur einen
Mitarbeiter bringt nichts aus der Ruhe.
Unseren
Tino!!!
Wie immer,
mit einem zufriedenen lächeln im Gesicht, unbeeindruckt
von entnervten Kollegen, sitzt er, die Beine weit von
sich gestreckt und mit dem Kopf an der Wand lehnend,
ausgeglichen und gut gelaunt auf dem Klo und schläft.
Ja genau! Er ist mal wieder hacke zu und träumt
von der Vergangenheit. Was hat diese leicht ergraute
Eminenz des Tanzmucker Buissenes nicht schon alles durchgemacht?
Up's and Down's in allen Lebenslagen. Abgezockt und
durchgenudelt. Den Olymp bestiegen und abgestürzt.
Im Hilton übernachtet und in der Gosse aufgewacht.
Und warum das alles?
Ganz
klar- Eine zum verwechselnde Ähnlichkeit mit Bill
Murry!!!
Anfangs
fand er es ja witzig als die Leute ihm wenn er ein Haus
betrat den Roten Teppich ausrollten. Aber als ihm immer
öfter durchgeknallte Ghostbustersfan's mit Gruselmasken
auflauerten um ihn mit grüner Götterspeise
zu bewerfen, war der Spaß zu ende. Als ihn dann
noch aufgebrachte Tierschützer öffentlich
als Murmeltierschänder beschimpften, begann er
zu verzweifeln. Er wollte doch nur Gitarre spielen!
Hatte man doch schon früh sein Talent entdeckt.
Als er als achtjähriger beim Frühstück
seinen Eltern eine Hommage an Jimmy Hendrix auf dem
Eierschneider vorspielte, war eigentlich klar, dass
er zu Höherem berufen war.Tino stürzte sich
in eine unkontrollierte Drogenabhängigkeit. Bringen
wir es direkt auf den Punkt. Sein Konsum der letzten
zwanzig Jahre lässt Keith Richards wie einen vierzehnjährigen
Klosterschüler aussehen. Nichts ist ihm fremd.
Er hat alles ausprobiert was man sich durch irgendeine
Körperöffnung rein pfeifen kann. Trauriger
Höhepunkt war, als er sich auf einer Tournee durch
Italien einen zu stark gemixten Drogencocktail rein
zog. Er verwüstete sein Hotelzimmer, schmiss zwei
Groupies aus dem Fenster und legte danach zuerst die
Bar und dann die Hotellobby in Schutt und Asche. Er
zog eine Spur der Verwüstung durch halb Milano,
bis er endlich vor der Scala ankam. Dort verweilte er
drei Tage vor dem Hauptportal auf einem Bein stehend,
weil er sich für einen südkalifornischen Flamingo
hielt.
Donnerwetter!!!
Schließlich
fand Tino durch seine Musik wieder zurück ins leben.
Er unterzog sich einigen kosmetischen Operationen und
entzog sich damit dem Druck der Öffentlichkeit.
Tino wechselte kurzer Hand ins Lager der Rockmusiker
und gründete mit den anderen Bekloppten die EIGHT-BALLS
Rock Band. Ab und zu bleiben aber heute noch Menschen
stehen und schauen ihn zweifelnd an. Ist er's oder ist
er's nicht?
Auf
jeden Fall hat er sich mit EIGHT-BALLS eine Oase des
Friedens geschaffen. Vor kurzem sagte er das der Rock
´n' Roll in Zukunft seine einzige Droge sein wird.
Bla!
Bla! Bla! Wer's glaubt......
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